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Während die Welt schliefManche Bücher und Charaktere gehen einem direkt ins Herz und werden dort immer bleiben.
Nachdem man diese Bücher beendet hat, bleibt man voller Gefühle aber sprachlos zurück. Man möchte sofort losgehen und jedem den man trifft das Buch vor die Nase halten und mit großen Augen sagen: Bitte, lies das.
Diese Bücher machen mich zu einer Art Zeugin und ich muss das Erfahrene weitergeben.
Wenn nur möglichst viele Menschen dieses Buch lesen, könnte die Welt ein besserer Ort werden. – Es kann gar nicht anders sein.
Während die Welt schlief ist eines dieser Bücher.

Dank einer sehr interessanten Vorlesung vor vielen Jahren, der Konflikt wurde anhand von Spiel- und Dokumentarfilmen von beiden Seiten beleuchte, konnte ich erahnen was auf mich zukommt und ich habe lange überlegt ob ich mich darauf einlassen soll. Aber ich konnte natürlich nicht anders.

Eine Zusammenfassung kann dem Buch eigentlich nicht gerecht werden, zur Orientierung aber der Klappentext:

Jenin im Blumenmonat April: Früh morgens, bevor die Welt um sie herum erwacht, liest Amals Vater ihr aus den Werken großer Dichter vor. Es sind Momente des Friedens und des Glücks, die Amal ihr Leben lang im Herzen trägt – ein Leben, das im Flüchtlingslager beginnt, nach Amerika führt und dennoch stets geprägt ist vom scheinbar ausweglosen Konflikt zwischen Israel und Palästina.
Über vier Generationen erzählt Susan Abulhawa eine tief berührende Geschichte über den Verlust der Heimat, eine zerrissene Familie und die immerwährende Hoffnung auf Versöhnung.“

Andere RezensentInnen kritisieren, dass Susan Abulhawa nur eine Seite der Katastrophe erzählt. Aber gerade darum geht es doch, ihr Ziel war es, aus palästinensischer Sicht zu erzählen, den PalästinenserInnen eine Stimme zu geben. Mit David und seiner Familie wurde der Blick ohnehin sehr vorsichtig auf die andere Seite geöffnet.

Zur Weiterreise:
Libanon
Cinema Jenin (24012017)
Das Herz von Jenin (24012017)
Lemon Tree (24012017)

Abulhawa Susan: Während die Welt schlief. Aus dem Amerikanischen von Stefanie Fahrner. Diana Verlag. 17. Auflage. Deutsche Taschenbuchausgabe 05/2012. ISBN: 978-3-453-35662-7

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